Geburtshilfe

Willkommen in der Geburtshilfe des Klinikums des Klinikums Werra-Meißner!

"Es ist eine große Verantwortung, sagt die Vorsicht. Es ist eine enorme Belastung, sagt die Erfahrung. Es ist das größte Glück, sagt die Liebe. Es ist unser Kind, sagen wir. Einzigartig und kostbar."

Wir wünschen uns, dass die Geburt Ihres Kindes für Sie ein besonderes und freudiges Erlebnis wird.

Die Geburt eines Kindes ist ein einzigartiges Ereignis und sollte Ihnen in bester Erinnerung bleiben. Unser Team bietet Ihnen alle Möglichkeiten einer zeitgemäßen, individuellen und natürlichen Geburt bei gleichzeitiger größtmöglicher Sicherheit für Mutter und Kind an.

Es ist uns wichtig, eine familiäre Atmosphäre zu schaffen. Damit wir besser auf Sie eingehen können, ist es sinnvoll, dass Sie Ihre Wünsche, Bedürfnisse und Vorstellungen  äußern.

Geburtsanmeldung

Wo: Kreißsaal nach telefonischer Anmeldung
Kreißsaal-Tel.: 05651 / 82 2113
Mitzubringen: Mutterpass und Versichertenkarte 

Vorgeburtliche (präpartale) Vorstellung

Wo: Praxis Chefarzt Dr. med. Stefan Schwaiger
Sekretariat-Tel.: 05651 / 82 1631                                                        
Mitzubringen: Überweisungsschein und Mutterpass, evtl. Allergiepass
Wann: - Ab der 37./38. SSW - bei Beckenendlagen, Zwillingsschwangerschaft und Wunschkaiserschnitt in der 35. SSW - bei jeglichen Problemen ab der 26. SSW

 
Die Untersuchung beinhaltet: 

  • CTG (Herzton und Wehenschreiber)
  • Urin- und Blutdruckkontrolle -
  • Gewichtskontrolle -
  • Ultraschalluntersuchung des Neugeborenen - evtl. Doppleruntersuchung, zur Kontrolle der Plazentaleistung (Blutflussmessung der Nabelschnur u. der zentralen Gefäße des Kindes) -
  • Tipps und Hilfestellung bei Schwangerschaftsbeschwerden und Geburtsplanung

Informationen zur Geburt

Kreißsaal

Insgesamt stehen Ihnen 3 Entbindungsräume zur Verfügung, sodass ihre Privatsphäre gewährleistet ist. Jedes Zimmer ist modern und individuell ausgestattet. Ihnen stehen alle Möglichkeiten und Hilfsmittel zur Verfügung, um während Ihrer Geburt entspannen zu können.

Hilfsmittel zur Erleichterung der Geburt

  • Vitaluxentbindungsbett, ermöglicht alle horizontalen und vertikalen natürlichen Gebärhaltungen
  • Breites Bett von Parentis, welches auch Platz genug für den werdenden Vater bietet.
  • Geburtswanne: zum Entbinden, Lockern und Entspannen
  • Gebärhocker mit Entbindungsmatten   
  • Pezziball und Geburtsseile

Informationsabend für werdende Eltern

Damit Sie unser Team und unsere Entbindungsräumlichkeiten kennenlernen, bieten wir eine Informationsveranstaltung an.

Ort: Nebenraum der Cafeteria, Klinikum Eschwege.
Termin: jeder 1. Montag im Monat um 18.00 Uhr.

Wir informieren über Geburt und Wochenbett.  Sie können die Entbindungsräume und die Räumlichkeiten der geburtshilflichen Station besichtigen. Der Chefarzt steht Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung. 

Aufnahme zur Geburt

Wann kommen Sie zu uns?

Bei regelmäßigen Wehen im 5 bis 10 minütigen Abstand über einen Zeitraum von 30 bis 45 Minuten. Bei Abgang von Fruchtwasser (vorzeitiger Blasensprung). Bei jeder vaginalen Blutungen sofort. Bei unklaren Bauchbeschwerden bzw. Oberbauchbeschwerden, Augenflimmern, Kopfschmerzen, rapider Zunahme von Wasser in den Beinen, Händen oder Gesicht. Bei verminderten Kindsbewegungen (weniger als 10 Kindsbewegungen pro Tag) sofort. Bei jeglichen Beschwerden bzw. körperlichen Unwohlsein.

Was sollen Sie mitbringen?

  • Mutterpass
  • Allergiepass
  • Geburtsurkunde von Mutter und Vater oder Stammbuch
  • Toilettenartikel und persönliche Wäsche 
  •   Individuelle Kleidung für den Tag und Nacht
  • Babykleidung für die Heimreise
  • Ggf. eigene Musik (CD)
  •  Fotoapparat  

Geburt

Unsere Hebammen übernehmen die Betreuung innerhalb eines 24stündigen Dienstes und gehen auf Ihre Wünsche ein. Die Geburt ist ein natürlicher Vorgang, der immer individuell und unterschiedlich ablaufen kann. Teilen Sie uns jederzeit ihre Wünsche mit, sodass wir während Ihrer Geburt und auch danach optimal auf Sie und dann auch auf Ihr Kind eingehen können.

Die erste Phase der Geburt ist gekennzeichnet durch eine Eröffnung  des Muttermundes. Diese Phase bezeichnen wir als Eröffnungsphase und stellt die längste Phase der Geburt dar. Bei Erstgebärenden kann sie bis zu 12 Stunden ab Beginn von wirksamen Wehen betragen.

In der zweiten Phase kommt es zum Tiefertreten des Kopfes bei vollständigem Muttermund, was wir als Austreibungsphase bezeichnen.

Das aktive Mitpressen (Pressphase) sollte in der Austreibungsphase relativ kurz gehalten werden.

Nach Austreten des Kopfes kommt der Körper des Kindes meistens innerhalb einer Wehe nach. Die Gewinnung der Placenta bezeichnen wir als Nachgeburtsperiode und sollte innerhalb von 30 bis 45  Minuten nach der Geburt des Kindes sein.

Trotz einer guten Betreuung verläuft eine Geburt nicht immer nach Wunsch, bei Komplikationen kann das Kind durch Kaiserschnitt (Sectio caesarea) oder Saugglocke innerhalb weniger Minuten geboren werden.

Folgende Mittel werden zur Schmerzlinderung bei uns unter der Geburt eingesetzt  

  • Entspannungsmusik und Entspannungsbad
  • Homöopathie
  • Akupunktur
  • Atemtechniken
  • Massagen und Entspannungsübungen
  • Medikamente
  • Periduralanästhesie, Spinalanästhesie bei Kaiserschnitt (Regionalanästhesie)

Bei einer Terminüberschreitung (7-10 Tage) wird das Vorgehen mit Ihnen besprochen. Wir wenden eine große Zurückhaltung beim Dammschnitt an.

Ambulante Geburt

Bei uns können Sie auch ambulant entbinden. Das gesamte Spektrum unserer Klinik steht Ihnen zur Verfügung und bietet Ihnen eine hohe Sicherheit unter der Geburt. Vier Stunden nach der Entbindung dürfen Sie das Krankenhaus mit Ihrem Kind wieder verlassen.
Es ist notwendig, dass Sie schon vor der Geburt Kontakt zu einer freipraktizierenden Hebamme Ihrer Wahl aufgenommen haben, um die Weiterbetreuung sicherzustellen. Wir bitten Sie die Babybekleidung für den  Heimtransport bereits mitzubringen.

Nach der Geburt

  • Direkter Körperkontakt zu der Mutter (Bonding)
  • Legen des Neugeborenen auf den Bauch der Mutter -unmittelbar nach der Geburt. -
  • Nach  Durchtrennen der Nabelschnur, auch durch den Vater möglich.  -
  • Erste Untersuchung des Neugeborenen durch den Arzt (U1, APGAR). -
  • Erstes Stillen im Kreißsaal. -
  • Babypass mit Foto und Fußabdruck
  • Verlegung der Mutter mit Kind 2-3 Stunden nach der Geburt auf die Wochenbettstation.

Wochenbettgymnastik

Ziele: 

  • Unterstützung der Rückbildung der Bauchdecke, des Beckenbodens und der Oberschenkel.  -
  • Rückführen der Gebärmutter in ihre ursprüngliche Lage.
  • Vorbeugen von unwillkürlichem Urinverlust und Senkungsproblemen im Alter.  
  • Vorbeugen von haltungsbedingten Problemen.

Wann:  ab 4-6 Wochen nach Entbindung empfohlen.
Wer :    Hebammen

Muttermilch

Muttermilch ist die optimale Ernährung für einen Säugling und deckt seinen kompletten Nährstoffbedarf in den ersten 6 Monaten des Lebens ab. Stillen verstärkt die Mutter-Kind-Bindung.

Vorteile für das Kind :

Schützt vor:

  • Allergien 
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes,
  • Neurodermitis und Hautekzemen,
  • Zahnfehlstellungen 
  • Infektionen der Atemwege

Vorteile für die Mütter :

  •  Muttermilch ist jederzeit in der richtigen Temperatur und keimarm verfügbar.
  • Sie sparen Zeit und Geld.
  • Die Gebärmutter bildet sich schneller zurück und vermindert das Risiko, an Brust- und Eierstockkrebs zu erkranken.

Ein erstes Anlegen soll schon im Kreißsaal erfolgen. Die erste Milch (Kolostrum) ist vom Energiegehalt und für die Immunabwehr des Kindes besonders wichtig. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für das Stillen. Auch das Stillen muss erst erlernt werden. Hilfestellung erfolgt durch Schwestern (Laktationsberaterinnen) und Hebammen.



Patienteninformation

Morgenvisite

Zwischen 8.00 Uhr und 9.00 Uhr findet die Morgenvisite der Ärzte, als auch die der Hebammen statt. Berichten Sie uns von eventuellen Beschwerden und stellen Sie die Fragen, die Ihnen am Herzen liegen. Abends führen die Hebammen nochmalig eine Abendvisite durch.  

Frühstück / Mittagessen / Abendessen:

Zwischen 7.30 und 09.30 Uhr können Sie sich nach Ihrem Geschmack an unserem Buffet selbst bedienen. Das Mittagessen wird um ca. 12.00 Uhr serviert und es besteht Menüwahl. Abends steht Ihnen wieder ein Büffet zur Verfügung. Getränke (Mineralwasser, Tee, Kaffee) stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung.

24-Stunden "Rooming - In" und das Familenzimmer:

Unter „Rooming-In“ versteht man, dass auf der Wöchnerinnenstation die Mutter und das   Neugeborene Baby in einem Zimmer untergebracht sind. Rooming –In hat viele Vorteile. . Die Mutter lernt das Baby besser kennen und fühlt sich schneller im Umgang sicherer. Die Umstellung auf zu Hause ist nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weniger gravierend. Durch den engen Kontakt zum Kind wird die Vormilch und Milchbildung gefördert. Bei Rooming –In weinen die Babys durch die Nähe zur Mutter häufig weniger und sind ruhiger.

In Ihrem Zimmer beziehungsweise im Säuglingszimmer haben Sie die Gelegenheit haben Sie die Gelegenheit, die Säuglingspflege unter Anleitung erfahrener Kinderschwestern zu erlernen. Sie können bei Bedarf Ihr Kind dort auch baden.

Im Familienzimmer werden zusätzlich zur Mutter und Kind auch der Partner und /oder auch Geschwisterkinder untergebracht. Ein Familienzimmer steht Ihnen für einen Tag kostenfrei zur Verfügung.


Besuche

Selbstverständlich möchten alle Verwandten und Freunde das Neugeborene schon bald sehen und die Mutter beglückwünschen. Wie wir jedoch von vielen Wöchnerinnen immer wieder hören, können die lieb gemeinten Besuche auch zur Belastung werden. Deshalb sollten die Besuche begrenzt werden, um die werdenden Eltern nicht zu überfordern und den Wöchnerinnen und Neugeborenen die erforderliche Erholung und Ruhe zu ermöglichen.

Für Besuche stellen wir Ihnen auch gerne unsere Sitzgruppen außerhalb der Zimmer zur Verfügung. Väter dürfen selbstverständlich jederzeit bei Ihrer Frau und dem Nachwuchs sein. Und auch Ihre Kinder können ihr neues Geschwisterchen besuchen und sich mitfreuen. Es gibt dabei nur etwas zu beachten: das Abwehrsystem Ihres Neugeborenen entwickelt sich zwar schnell, doch sollte Ihr Kind in den ersten Lebenstagen möglichst wenig Krankheitserregern ausgesetzt werden. Achten Sie also darauf, dass Erkrankte (z.B. stark verschnupfte, hustende Kinder oder Kinder mit Kinderkrankheiten) zu Ihrem Neugeborenen noch keinen Kontakt haben. Auch sollten Sie uns informieren, wenn Sie bei sich selbst oder ihren Kindern Krankheitszeichen bemerken, insbesondere bevor Sie zu uns auf die Station kommen (wenn z.B. Fieberbläschen, Feuchtplattern (Windpocken) oder Ringelröteln auftreten).

Stillen

Beim Stillen stehen Ihnen unsere Hebammen, Wochenbettschwestern und Laktationsberaterin  jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Wir empfehlen Ihnen, Ihr Kind besonders in den ersten Wochen nach Bedarf zu stillen. Das heißt, das Kind bekommt die Brust wann immer es will. Da Ihr hungriges Baby also immer Vorrang haben sollte, können Sie sich während der Besuchszeiten zum Stillen in unsere Stillecke im Neugeborenen Zimmer zurückziehen.

Beim Stillen und allgemein beim Umgang mit dem Baby ist eine gewisse Händehygiene wichtig. Händewaschen mit den Flüssigseifen unserer Spender in allen Zimmern ist dabei ausreichend. Sollten Schwierigkeiten beim Stillen auftreten, unterstützen wir Sie jederzeit. Während des Aufenthaltes werden Sie Informationsmaterial und Adressen von Stillgruppen erhalten. Diese können Ihnen nach dem Krankenhausaufenthalt weiterhelfen. Bei Problemen können Sie sich auch jederzeit an uns wenden.

Wochenbettgymnastik

Rückbildungsgymnastik ist äußerst sinnvoll um den Beckenboden nach der Geburt zu stärken und die Rückbildung zu beschleunigen. Rückbildungskurse finden sowohl bei den niedergelassenen Hebammen als auch  im Krankenhaus 6 Wochen nach der Entbindung statt.

Entlassung

Diese erfolgt in der Regel nach Abschluss der wichtigsten Untersuchungen (Neugeboren-Screening und Hörtest) Ihres Kindes am dritten oder vierten Tag nach der Geburt.   Am dritten Tag nach der Geburt kommt der Kinderarzt Ihrer Wahl ins Haus und führt die gesetzlich vorgeschrieben U2 Untersuchung durch. Am Tag vor Ihrer Entlassung oder am Entlassungstag wird eine/r unserer Ärzte/Innen ein Entlassungsgespräch mit Ihnen führen. Dabei werden Fragen zu Verhaltensweisen während der nächsten Wochen, notwendige ärztliche Kontrollen, Medikamente und wenn erwünscht auch das Thema Verhütung während der Stillzeit besprochen.

Abteilungsleitung

Geburtshilfe

Dr. med. Schwaiger, Stefan

Chefarzt Gynäkologie & Geburtshilfe Standort Eschwege

Weitere Fragen?

Während Ihres Aufenthaltes nutzen Sie bitte die Gelegenheit Unklarheiten anzusprechen. Sollten zu Hause Fragen entstehen können Sie sich unter folgenden Telefonnummern an uns wenden:

Wöchnerinnenstation :   05651 / 82 2111 (rund um die Uhr)

Kreißsaal:                             05651 / 82 2113 (rund um die Uhr)

Ambulanz:                           05651  / 82 1632 ( 9.00 bis 13.00 wochentags)  

In allen Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett stehen Ihnen ebenfalls unsere Beleghebammen jederzeit gerne zur Verfügung.  Sie arbeiten u.a. als freiberufliche, selbstständige Hebammen in der Frauenklinik im Klinikum Werra- Meißner.

Die Homepage unserer Beleghebammen finden Sie unter folgendem Link:

http://www.beleghebammen-eschwege.de/

Alles Gute wünscht Ihnen das geburtshilfliche Team der Klinikum Werra-Meißner GmbH

Zentrale Eschwege 
Tel.: 05651-82-0

Zentrale Witzenhausen
Tel.: 05542-504-0

ISO 9001:2008

Die Klinikum Werra-Meißner GmbH betreibt die beiden Krankenhäuser in Witzenhausen und Eschwege . Gesellschafter sind der Werra-Meißner-Kreis und die Stadt Witzenhausen.

Kontakt

Klinikum Werra-Meißner GmbH
Elsa-Brändström-Str. 1
37269 Eschwege

Telefon: 05651 /  82 0
Telefax: 05651 /  82 1016
E-Mail: e-mail@klinikum-wm.de

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