Orthopädie & Unfallchirurgie

Behandlung im Schockraum der Notfallambulanz in Eschwege

Liebe Patientinnen und Patienten,

das Praxispersonal und Vorzimmer der Unfallchirurgie koordiniert die verschiedenen Möglichkeiten Ihrer ambulanten Vorstellung bei uns:

  1. Im Notfall sind wir 24 Stunden für Sie erreichbar, außerhalb der normalen Dienstzeiten über die Zentrale (05651/820).
  2. Alle akuten Arbeits- und Schulunfälle werden ebenfalls durchgehend behandelt.
  3. Nachbehandlungen nach Arbeits- und Schulunfällen finden in den täglichen Sprechstunden statt.
  4. Vor- und nachstationäre Behandlungen, wie zum Beispiel Kontrollen nach Operationen, erfolgen ebenfalls in den allgemeinen Sprechstunden.
  5. Sie haben eine Überweisung von einem Arzt/ einer Ärztin für Chirurgie oder Orthopädie? - Wir vergeben kurzfristige Termine.
  6. Sie haben eine Überweisung von Ihrem Hausarzt mit der Fragestellung, ob ein künstliches Gelenk, eine Umstellungsosteotomie oder eine andere Operation erforderlich ist. Sie erhalten eine passenden Vorstellungstermin.
  7. Bei Ihnen soll eine ambulante Operation durchgeführt werden? Wir vermitteln eine ausführliche Aufklärung, eine Vorstellung beim Narkosearzt und eine gründliche Untersuchung unter Klinikbedingungen vor dem Eingriff.
  8. Ihre Unfallfolgen sollen begutachtet werden? Wir koordinieren Ihre Termine.
  9. In allen Fällen, natürlich außer bei Notfällen, bitten wir um Ihre Voranmeldung unter der Telefon-Nummer 05651/821621.

24 h.-Notfallambulanz

Tel.: 05651/82-1723
Tel.: 05651/82-2590

Sprechstunden

Allgemeine & BG-Sprechstunde

Montag und Freitag
12.30 Uhr - 15.00 Uhr
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag
08.00 Uhr - 11.00 Uhr

Endoprothesen- & Gelenksprechstunde

Dienstag und Donnerstag
12.00 Uhr - 15.00 Uhr
Privatsprechstunde nach Vereinbarung

Kontakt

Klinikum Werra-Meißner GmbH
Elsa-Brändström-Str. 1
37269 Eschwege
Tel.: 05651/82-1621
Fax: 05651/82-1623

Ärzte Orthopädie / Unfallchirurgie während Fallbesprechung

Arthroskopie, Schulter- und Kniegelenkschirurgie

Gelenkverletzungen treten häufig nach Sportunfällen auf. Bei gravierenden Verletzungen (Band-, Sehnen-, Knorpelverletzungen) kann in den meisten Fällen eine Behandlung durch eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) durchgeführt werden. Wir führen die Arthroskopie von Schulter-, Ellbogen-, Knie- und Sprunggelenk durch.

Gerne beraten wir Sie bei Gelenkverletzungen und –schäden und helfen Ihnen weiter!

Schultergelenk

Typische Verletzungen sind die Luxation (Verrenkung), ein Riss der Sehnenhaube (Rotatorenmanschette), ein Riss der Bizepssehne oder auch eine Sprengung des Schultereckgelenkes. Chronische Veränderungen sind die Schleimbeutelentzündung (Bursitis), die Sehnenverkalkung (Tendinitis calcarea), das Engpasssyndrom (Impingement) oder die Instabilität. Die Behandlung wird durch eine Arthroskopie oder eine mini-open Operation durchgeführt. Rotatorenmanschettenverletzungen werden mit speziellen Knochenankern refixiert. Bei Instabilitäten werden die verletzten Strukturen rekonstruiert. Beim Engpasssyndrom wird der subakromiale Raum erweitert, Sehnenverkalkungen werden entfernt.

Kniegelenk

Kreuzband- oder Seitenbandrisse, Einrisse des Halteapparates der Kniescheibe, Meniskus- und Knorpelschäden sind häufige Verletzungen. Die Behandlung erfolgt durch arthroskopisch durchgeführte Bandplastik oder Bandersatz. Meniskusschäden werden durch Naht des Meniskus oder Teilentfernung des geschädigten Anteils behandelt.

Knorpeltherapie und Bio-remodelling

Knorpelschäden können durch Unfall, Entzündung, Erkrankungen des Knochens oder auch einfach nur durch den Alterungsprozess entstehen. Die erforderliche Therapie hängt maßgeblich von der Ursache und dem Ausmaß des Knorpelschadens ab.

So kann z.B. ein Knorpelbruch (flake fracture) durch einen Unfall wieder operativ fixiert werden, bei einer drohenden Auslösung eines Knorpelstückes (Osteochondrosis dissecans) kann der darunter liegende Knochen operativ angebohrt werden, ggf. muss der defekte Knorpel durch gesunden ersetzt werden (Knorpelzylindertransplantation oder Knorpelzelltransplantation).
Bei beginnender Knorpelalterung (Verschleiß, Arthrose) ist in vielen Fällen eine medikamentöse Behandlung durch Tabletten oder Injektionen hilfreich. Grundsätzlich ist bei allen Knorpelschäden die Korrektur der Gelenkachse (Umstellungsosteotomie bei X- oder O-Bein), sofern hier eine Fehlstellung besteht, von Bedeutung. Dadurch kann die Knorpeltherapie positiv unterstützt werden.

Stichwort für die heutige Knorpeltherapie ist das Prinzip des Bio-remodelling. Beim Bio-remodelling kommt es nach medikamentösen und operativen Maßnahmen durch körpereigene Knorpelneubildung zu einer Erneuerung der Knorpelfläche, wodurch in vielen Fällen ein künstlicher Gelenkersatz entbehrlich wird oder sich zumindest auf Jahre verschieben lässt.

Gerne sind wir Ihr Ansprechpartner bei Knorpelveränderungen und beraten Sie zur weiteren Behandlung.

Arthrose und Gelenkersatz (Endoprothetik)

Die Arthrose ist eine schmerzhafte Gelenkerkrankung, die durch den Alterungsprozess des Knorpels zu einer Funktionseinschränkung des Gelenkes führt. In frühen Stadien werden Krankengymnastik und ggf. eine Knorpeltherapie (Bio-remodelling) durchgeführt. Wenn die Arthrose weit fortgeschritten ist, bringt bei den meisten Patienten nur noch der Einbau eines künstlichen Gelenkes die gewünschte Verbesserung. Wir führen den Gelenkersatz von Schulter-, Hüft- und Kniegelenk durch. Dabei kommen moderne, innovative Materialien, wie Keramik, Titan und spezielle, „langlebige“ Kunststoffe zum Einsatz. Die Operation wird überwiegend minimal-invasiv, d.h. schonend für den Patienten durchgeführt. An der Hüfte kommen knochensparende Prothesen (Kurzschaftprothesen) zum Einsatz.  

Über die Möglichkeiten des künstlichen Gelenkersatzes beraten wir Sie gerne. Viele offene Fragen wie der Zeitpunkt der Operation, die Nachbehandlung und das Thema ‚Leben mit dem neuen Gelenk’ können im persönlichen Gespräch diskutiert werden.

Computertomographie gestützte, individuelle Knieendoprothetik

Bei der Implantation von Kniegelenksprothesen hat sich die Planung und
Durchführung der Operation verbessert. War der Chirurg vor Jahren noch mit Papier und Bleistift unterwegs, um eine Operationsplanung durchzuführen, kann er jetzt die Operation am 3-D-Modell des Kniegelenkes mittels PC planen. Die neue Knieendoprothese wird dann mit Hilfe von speziell für den einzelnen Patienten hergestellten Schnittblöcken mit höchster Präzision eingesetzt. Abhängig vom Patienten wird auch das eigentliche Implantat (Endoprothese) individuell, eigens für den Patienten hergestellt.

Wie funktioniert diese Operationstechnik im Einzelnen?

Zunächst wird bei dem Patienten eine Computertomographie des Kniegelenkes
durchgeführt, um das 3-D-Modell zu erhalten. Dabei werden alle individuellen Besonderheiten im Gelenkaufbau des Patienten berücksichtigt. An diesem 3D-Modell wird die Endoprothese geplant, anatomische Landmarken und Achsen werden genau bestimmt. Schon vor der Operation sind somit alle wichtigen Daten wie Größe der Prothese, Rotation, Achsausrichtung, Positionierung der Implantate bekannt. Es findet also eine „präoperative Navigation“ statt. Nach dieser digitalen Planung wird ein individuelles, an die Anatomie des Patienten angepasstes Instrumentarium, der so genannte Schnittblock gefertigt. Damit wird während der Operation die einzig richtige, vorher geplante Position der Prothese festgelegt und die Endoprothese exakt implantiert. Das neue Verfahren bietet somit höchste Genauigkeit und Präzision.

Ist jeder Patient für diese Operationstechnik geeignet?

Den Zeitpunkt der Operation bestimmt der Patient. In einem ausführlichen Gespräch mit seinem Operateur werden Für und Wider besprochen. Entscheidungshilfen zur Operation sind die Einschränkungen im täglichen Leben und die Schmerzen. Die hier vorgestellte Operationstechnik kann prinzipiell bei jedem Patienten angewendet werden. Zu berücksichtigen ist nur, dass zwischen CT und Operation etwa 6 Wochen vergehen, in denen die Planung und die Fertigung der individuellen Instrumente oder der individuellen Implantate stattfindet.

Wirbelsäule, minimal-invasive Behandlung von Wirbelfrakturen

Wirbelfrakturen kommen in jeder Altersdekade vor. Ursächlich sind Stürze, oft schon aus einer Höhe von 1 Meter. Bei Osteoporose treten die Wirbelfrakturen auch spontan, also ohne Unfall, auf. Die Art der Behandlung hängt vom Schweregrad der Fraktur ab. Im Falle der operativen Therapie führen wir minimal-invasive Verfahren durch. Dabei wird der Wirbelkörper mit einem speziellen Füllstoff (Knochenzement) aufgerichtet und stabilisiert (Kyphoplastie). Bei instabilen Frakturen wird über kleine Inzisionen eine innere Fixation durch ein Schrauben-Stab-System eingebracht. Die minimal-invasiven Verfahren erlauben bereits am 1. Tag nach der Operation die Mobilisation des Patienten. Die Entlassung kann ebenfalls sehr früh nach Hause oder in eine Rehabilitationseinrichtung erfolgen.

Osteoporose

Osteoporose – im Volksmund Knochenschwund – entwickelt sich zunehmend zur Volkskrankheit.

Was versteht man eigentlich unter Osteoporose?

Bei Erwachsenen wird im Normalfall etwa alle 7 Jahre das Knochengewebe erneuert. Es besteht also ein Gleichgewicht von ständigem Knochenabbau und Knochenaufbau. Bei der Osteoporose gerät dieses Gleichgewicht aus den Fugen. Die Knochendichte nimmt durch vermehrten Abbau von Knochenmasse und Knochenstruktur sowie durch verminderten Aufbau ab. Das führt zu porösem Knochen, die Stabilität nimmt ab. Folge sind Rücken- und Gelenkschmerzen, Knochenbrüche können spontan oder durch leichte Stürze entstehen.

Kann jeder von der Osteoporose betroffen sein?

Häufig betroffen sind Frauen nach den Wechseljahren, da die veränderte Hormonsituation die Osteoporose begünstigt. Andere Risikofaktoren sind eine erbliche Veranlagung, Bewegungsmangel, übermäßiger Nikotin- oder Alkoholgenuss. Auch der normale Alterungsprozess führt zu einem schleichenden Knochenabbau. Tückisch an dieser Erkrankung ist, dass man sie erst spät erkennt; meistens erst, wenn schon Komplikationen, also Knochenbrüche entstanden sind.

Wie kann die Osteoporose rechtzeitig erkannt werden?

Empfehlenswert ist, sofern Risikofaktoren bestehen oder der gefährdete
Altersabschnitt erreicht ist, sich von seinem Orthopäden, Osteologen oder Hausarzt untersuchen zu lassen. Besteht nach der Untersuchung der Verdacht auf eine Osteoporose werden Röntgenaufnahmen zur Erkennung von verborgenen Frakturen durchgeführt. Eine Knochendichtemessung bringt Aufschluss, ob eine Osteoporose vorliegt.

Was kann ich gegen die Osteoporose tun?

Wer von der Diagnose Osteoporose betroffen ist, sollte sich nicht seinem
Schicksal ergeben. Vitamin- und kalziumreiche Ernährung kann den Knochenaufbau verbessern. Regelmäßige Bewegung, Sport, Spazierengehen, Schwimmen, Fahrradfahren verbessert die Muskelfunktion und die Koordination, der Knochenaufbau kann gefördert werden. Aktivität und Bewegung verringern ebenso wie das Beseitigen von Stolperfallen in Haus oder Wohnung das Risiko eines Sturzes. Gerade nach einem Knochenbruch sollte man wieder aktiv werden und oben genannte Maßnahmen umsetzen.

Was tut der Arzt gegen die Osteoporose?

Wenn die Diagnose der Osteoporose definitiv gestellt wurde, kann eine
medikamentöse Behandlung durchgeführt werden. Als erste Maßnahme kommen die Einnahme von Vitamin-D- und Kalzium-Präparaten infrage. Später stehen spezielle Präparate (z.B. Bisphosphonate) zur Verfügung, die den Knochenabbau vermindern und die Knochensubstanz stärken. Wenn Frakturen, ob mit oder ohne Sturz, aufgetreten sind, findet meistens eine Krankenhausbehandlung statt. Bei Wirbelfrakturen kann durch eine Kernspintomographie festgestellt werden, ob eine Operation erfolgversprechend ist. In diesem Fall kann durch das Einbringen von speziellem „Knochenzement“ oder das minimal invasive Einbringen von Implantaten zur Stabilisierung weitestgehende Schmerzfreiheit und eine bessere Funktion hergestellt werden. Bei anderen Knochenbrüchen wird die Funktion durch spezielle, winkelstabile Implantate hergestellt, die eine frühzeitige Mobilisation ermöglichen. Im Falle eines Oberschenkelhalsbruches ist oftmals der künstliche Ersatz des Gelenkes erforderlich.

Fußchirurgie

Der Fuß ist einer der wichtigsten Teil unseres Bewegungsapparates. Bewusst wird das uns oftmals erst, wenn eine Verletzung oder Erkrankung aufgetreten ist. Bei leichteren Erkrankungsformen ist die Verordnung von Fußgymnastik, Einlagen und speziellem Schuhwerk erfolgreich. Belastungsbeschwerden, ob im Alltagsleben oder beim Sport, lassen sich so oft in den Griff bekommen.

Bei ausgeprägten Veränderungen des Fußes ist oftmals eine operative Korrektur angezeigt, um die gestörte Funktion des Fußes wiederherzustellen und die Schmerzen zu beseitigen. Wir führen Korrekturoperationen von Hallux valgus, von Fehlstellungen der kleinen Zehen, bei Arthrose am Großzehengrundgelenk oder bei Ballen- (Metatarsalgie) oder Fersenschmerzen durch.  

Wir beraten Sie gerne, welches Verfahren für Sie im Einzelnen in Frage kommt.

Traumatologie (Unfallchirurgie)

Das Klinikum Werra-Meißner Eschwege ist als lokales Traumazentrum des Traumanetzwerkes Göttingen/Kassel zertifiziert. Im Traumazentrum wird den verunfallten Patienten eine Versorgung nach internationalen Qualitätskriterien garantiert. Die Versorgung von Unfallverletzungen erfolgt von Kopf bis Fuß. Schwer- und Schwerstverletzte werden in Kooperation mit den übergeordneten Traumazentren des Traumanetzwerkes Universitätsmedizin Göttingen und Klinikum Kassel versorgt.

Zentrale Eschwege 
Tel.: 05651-82-0

Zentrale Witzenhausen
Tel.: 05542-504-0

ISO 9001:2008

Die Klinikum Werra-Meißner GmbH betreibt die beiden Krankenhäuser in Witzenhausen und Eschwege . Gesellschafter sind der Werra-Meißner-Kreis und die Stadt Witzenhausen.

Kontakt

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Elsa-Brändström-Str. 1
37269 Eschwege

Telefon: 05651 /  82 0
Telefax: 05651 /  82 1016
E-Mail: e-mail@klinikum-wm.de

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