WICHTIGE INFORMATIONEN

Aktuelles zum Coronavirus (SARS-CoV-2)

Aktuelles aus dem Klinikum Werra-Meißner

Das bisher geltende generelle Besuchsverbot verliert seine Gültigkeit.

Ab Mittwoch, 15. Juli, gilt den Verordnungen des Hessischen Sozialministeriums folgend eine neue Besuchsregelung im Klinikum Werra-Meißner.

Im Eingangsbereich erhalten die Besucher ein Meldeformular, auf dem Name, Telefonnummer, Adresse und die Besuchszeit anzugeben sind, um im Fall einer Coronainfektion die Infektionsketten zurückverfolgen zu können. Die Daten werden gemäß der ministerialen Verordnung nach 30 Tagen  wieder gelöscht. Weiterhin wird die Körpertemperatur des Besuchers gemessen.

Lesen Sie hier mehr.

Stand: 09.07.2020

Verlängerung kostenfreier Telefonie für Patienten

Das Klinikum Werra-Meißner stellt seit April allen Patienten, die zu einem stationären Aufenthalt aufgenommen wurden, kostenlose Kommunikation über die Patienten-Telefone zur Verfügung.

Bitte wenden Sie sich als Patient/Patientin bei Bedarf an das für Sie zuständige Stationspersonal.

Das kostenlose Telefonieren ist bis zum 16.08.2020 verlängert.

Stand: 29.06.2020

Planbare Leistungen sind wieder erlaubt

Alle Patienten, deren Termine abgesagt wurden, werden von den einzelnen Abteilungen wegen der Absprache kontaktiert. 

Die bisherigen Regelungen zu den Abstrichen auf Covid für alle Behandlungsfälle bleiben bestehen. „Leider sind wir momentan im Vergleich zu allen anderen Kliniken in Nordhessen noch extrem mit der Behandlung von Covid-Patienten belastet - aktuell in Witzenhausen fünf Patienten auf der Intensivstation, 15 gesicherte Fälle auf Normalstation und um die 20  isolierten Patienten an beiden Häusern zum Covid-Ausschluss“, sagt Ärztlicher Direktor Dr. Peter Schott (Stand: 04.05.2020, 15 Uhr). 

Das bedeutet konkret: Auf der Intensivstation in Witzenhausen werden wahrscheinlich weiterhin ausschließlich Covid-Patienten behandelt. Alle anderen Intensiv-Patienten werden nach Eschwege verlegt. Aufgrund der Bettensituation in Eschwege (Station 6 muss weiter als Isolations-Durchgangsstation betrieben werden) und Witzenhausen (Station 2 und 3 mit Covid-/Covid-Verdacht belegt) gibt es eine geringere Kapazität an Betten für alle Abteilungen. Auch können Patienten nicht im gewohnten Prozentsatz in die Geriatrie verlegt werden und die Optionen einer anschließenden Verlegung in Reha-Kliniken und Kurzzeitpflegen existiert nur sehr begrenzt, da viele Häuser nur eingeschränkt arbeiten. Somit ist eine verlängerte Verweildauer der Patienten nach Operationen in den chirurgischen Abteilungen zu erwarten, da wohl ein großer Teil direkt in das häusliche Umfeld entlassen werden muss.

Eine Konzeption zur Wiederaufnahme des chirurgisch-operativen Konzepts in Witzenhausen unter Berücksichtigung der Belegärzte wird erarbeitet. Selbiges gilt für die Belegärzte in Eschwege. Einzelne Patienten der Palliativmedizin können in Witzenhausen wieder auf Station 4 betreut werden, sofern die Kapazitäten ausreichen.

Stand: 04.05.2020

Psychiatrie und Psychotherapie rund um die Uhr erreichbar

Im Verlauf der aktuellen Covid19-Pandemie können Behandlung und Betreuung von Patienten bei deren Angehörigen und bei medizinischem, sozialen oder pflegerischen Personal zu einer erheblichen psychischen Belastung führen. Solche Situationen können Traumatisierungen nach sich ziehen, die kurz- wie langfristig psychische Folgeschäden auftreten lassen. Darum wurde vom Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Werra-Meissner ein Kriseninterventionsteam gegründet, das nicht nur durch die Initiative von Psychologen und Ärzten des ZPP, sondern auch unter Beteiligung von einigen niedergelassenen Psychotherapeuten entstanden ist.

Über die Notfallnummer des ZPP 05651/821111 kann jeder Zeit Hilfe angefordert werden. Die Hotline ist 24 Stunden am Tag fachärztlich besetzt. Während der normalen Sprech-Tageszeiten stehen zudem die Ärzte und Therapeuten der drei Institutsambulanzen in Eschwege, Hessisch Lichtenau und Witzenhausen für akute Krisen zur Verfügung.

Gerade auch bei der Versorgung von Covid-19-Patienten geht es um existentielle Erfahrungen mit Todeskonfrontation, Isolierung, Ohnmacht- und Hilflosigkeitsgefühlen. Dies betrifft nicht nur die Patienten selbst, sondern auch deren Angehörige, die insbesondere unter den Besuchsverboten leiden.

Stand: 30.04.2020

Umstellung auf kostenfreie Telefonie für Patienten

Ab sofort stellt das Klinikum Werra-Meißner allen Patienten, die zu einem stationären Aufenthalt aufgenommen wurden, kostenlose Kommunikation über die Patienten-Telefone zur Verfügung.

Bitte wenden Sie sich als Patient/Patientin bei Bedarf an das für Sie zuständige Stationspersonal.

Das kostenlose Telefonieren steht bis zum 30.06.2020 zur Verfügung.

Stand: 16.04.2020

Informationen für werdende Mütter 

Die Mitteilungen in der Presse, in Rundfunk un Fernsehen überschlagen sich in den letzten Tagen zunehmend. Angst und Zweifel verbreiten sich in der Bevölkerung.

Wir, das geburtshilfliche Team des Klinikums Eschwege, haben für Sie Vorkehrungen getroffen, damit Sie Sich in dieser besonderen Situation um die Geburt bei uns trotz aller Maßnahmen, die es zu ergreifen galt und vielleicht in Zukunft noch zu ergreifen gilt, sicher, geborgen und gut aufgehoben fühlen.

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Stand: 23.03.2020

Ärztlicher Mitarbeiter mit Coronavirus infiziert

Die Geschäftsführung und Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Stefan Reuß teilen mit, dass am heutigen Abend bei einem Mitarbeiter des ärztlichen Dienstes des Klinikum Werra-Meißner eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. ...Lesen Sie mehr

Stand: 20.03.2020

Die Geschäftsführung informiert zum aktuellen Stand

Sollte bei Ihnen aufgrund typischer Beschwerden einer potentiellen Corona-Infektion (Fieber, trockener Husten, Luftnot) eine stationäre Behandlung notwendig sein, ist bis auf weiteres ausschließlich das Klinikum Werra-Meißner in Witzenhausen zuständig.

Der Standort Eschwege dient weiterhin zur Behandlung der regulären stationären Notfallversorgung.

Stand: 19.03.2020

Medizinische Eingriffe am Klinikum Werra-Meißner

Die Durchführung von medizinischen Eingriffen und Behandlungen, für die derzeit keine dringende medizinische Notwendigkeit besteht, wird, wie im Erlass des hessischen Ministerium für Soziales und Integration am 17.03.2020 vorgeschrieben, abgesagt.

Ebenfalls müssen Patientinnen und Patienten, die bereits aufgenommen wurden, deren nicht notwendige Behandlung aber noch nicht begonnen hat, entlassen werden.

Die Entscheidung, ob eine nicht notwendige Behandlung vorliegt, obliegt dem ärztlichen Personal des Krankenhauses. Sollten Sie Fragen haben, können Sie sich gerne an die entsprechende Fachabteilung wenden.

Stand: 17.03.2020

Hotlines zum Coronavirus

Bei Fragen in Verbindung mit dem Coronavirus stehen Ihnen verschiedene Anlaufstellen zur Verfügung. Wichtige, bundesweit verfügbare Hotlines und Anlaufstellen finden Sie hier:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Wenn Sie befürchten, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, können Sie sich an Ihre hausärztliche Praxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden:
Telefon Bereitschaftsdienst 116117

Unabhängige Patientenberatung Deutschland
Telefon 0800 011 77 22

Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon)
Telefon 030 346 465 100

Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung
Behördennummer 115
www.115.de

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte
Fax: 030 / 340 60 66 – 07
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Gebärdentelefon (Videotelefonie)
https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Land Hessen:
hessenweite Hotline zum Thema Coronavirus, täglich von 8 bis 20 Uhr
Telefon 0800 5554666

Häufig gestellte Fragen zum Coronavirus

Was sind eigentlich Coronaviren, wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen und gibt es bereits eine Impfung gegen COVID-19? Hier finden Sie Antworten auf diese und andere Fragen, die jetzt viele Menschen bewegen. Bitte beachten Sie die Quellen- und Datumsangaben der jeweiligen Informationen. Da sich die Fakten und der Forschungsstand zum Virus und zur Pandemie derzeit häufig verändern, greifen Sie ggf. zu Ihrer Information auf weitere Quellen wie das Robert-Koch-Institut (www.rki.de) zurück.

Bitte beachten Sie, dass die aufgeführten Informationen weder den Rat, die Diagnostik oder Therapieempfehlungen des behandelnden Arztes ersetzen noch der Selbstdiagnose dienen. Die Inhalte geben lediglich allgemeine Hinweise und dienen einer Kurzinformation zum Thema Coronavirus.

Was sind Coronaviren?

Coronaviren sind seit Mitte der 1960er Jahre bekannt und können Menschen und bestimmte Tiere infizieren, unter anderem Vögel und Säugetiere. Die Viren lösen bei Menschen diverse Krankheiten aus, das Spektrum reicht von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten wie dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS).

Bisher waren schwere Krankheiten, die durch Coronaviren wie SARS oder MERS ausgelöst wurden, weniger leicht übertragbar als Influenza. Dennoch haben sie bereits zu großen Krankheitsausbrüchen geführt, u.a. in Krankenhäusern.

Der Name "Coronavirus" geht auf das charakteristische, kranzförmige Aussehen der Coronaviren zurückzuführen ("corona" steht im Lateinischen für "Kranz" oder "Krone").

Stand: 24.01.2020

Was wissen wir über den Erreger COVID-19 und die Krankheit?

Umfassende Informationen zu dem Virus SARS-CoV-2, so die wissenschaftliche Bezeichnung des neuartigen Coronavirus sowie zu COVID-19 (offizielle Bezeichnung der Erkrankung, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöst wird) finden Sie im Steckbrief zu COVID-19 des RKI. Dieses Informationen werden vom RKI stetig aktualisiert.

Stand: 16.03.2020

Wie beurteilt das Robert-Koch-Institut die Lage bei uns in Deutschland?

Das Robert-Koch-Institut informiert auf seiner Website zur Risikobewertung für Deutschland.

Stand: 29.02.2020

Wie kann man sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen?

Die wichtigsten Regeln, um sich gegen eine Ansteckung zu schützen, entsprechen den Schutzempfehlungen gegen Influenza und weitere akute Atemwegsinfektionen. Bitte beachten Sie dazu die Regeln für das Husten und Niesen und zur Händehygiene und halten Sie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter). Verzichten Sie bitte auf das Händeschütteln. Es wird empfohlen, dass Personen mit Anzeichen für Atemwegserkrankungen zu Hause bleiben. 

Stand: 16.03.2020

Gibt es eine Impfung gegen COVID-19?

Nein, derzeit ist kein Impfstoff verfügbar, der vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus schützt. Experten forschen weltweit und arbeiten an passenden Impfstoffen. Derzeit können noch keine Aussagen dazu getroffen werden, wann ein Impfstoff zum Schutz vor "Corona" zur Verfügung stehen wird.

Stand: 16.03.2020

Ist eine Pneumokokken-Impfung in Verbindung in der COVID-19-Pandemie sinnvoll?

Eine Pneumokokken-Impfung schützt nicht vor dem neuartigen Virus bzw. der Erkrankung. Experten weisen aber darauf hin, dass Pneumokokken-Infektionen zu schweren Lungenentzündungen und Sepsis führen können, was eine Versorgung auf der Intensivstation, ggf. mit Beatmung, notwendig machen kann.

Da das Gesundheitssystem bereits sehr belastet ist und absehbar sein wird, sollten solche Situationen vermieden werden. Die Ständige Impfkomission (STIKO) empfiehlt auch unabhängig von der aktuellen Pandemie allen Personen mit erhöhtem Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen die entsprechende Impfung.

Zusätzlich ist es laut RKI plausibel, dass die Pneumokokken-Impfung eine bakterielle Superinfektion durch Pneumokokken bei Patienten mit COVID-19 verhindern kann. Bei Influenza-Erkrankungen sind bakterielle Superinfektionen durch Pneumokokken eine bekannte Komplikation. Die aktuelle Datenlage ist jedoch unzureichend um einzuschätzen, wie häufig solche Superinfektionen bei COVID-19 Patienten vorkommen.

Zur Verfügbarkeit: Derzeit sind Pneumokokken-Impfstoffe in Deutschland nur sehr eingeschränkt vorhanden.
Daher sollten zurzeit prioritär Personen geimpft werden, die ein besonders hohes Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen haben:

- Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von 2 Jahren mit Prevenar 13 oder Synflorix
- Personen mit Immundefizienz, Senioren ab 70 Jahren und Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen (Asthma oder COPD) mit Pneumovax 23

Hinweis: Bei Arztkontakten zur Inanspruchnahme von Impfungen sollte vorher telefonisch geklärt werden, dass der Praxisbesuch ohne Kontakt zu Patienten mit Symptomen eines respiratorischen Infekts stattfinden kann und ob Impfstoffe verfügbar sind.

Stand: 16.03.2020

Wann müssen Menschen in Quarantäne?

Laut RKI in folgenden Fällen:

  • wenn eine Person innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. "Enger Kontakt" ist hier so definiert, dass die Person mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während der / die Erkrankte ansteckend war.
  • immer, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.

Es ist keine Quarantäne notwendig (da geringeres Risiko), wenn

  • innerhalb der letzten zwei Wochen im gleichen Raum mit einem Erkrankten mit einer COVID-19 Diagnose war, ohne einen engen Kontakt,
  • in einem Gebiet mit steigenden Fallzahlen von COVID-19 war,

Wichtig: Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet, beispielsweise in Krankenhaus oder Altenpflege, sollte immer den Betriebsarzt informieren.

Für jeden gilt: Die tägliche Selbstkontrolle auf Krankheitszeichen ist wichtig und sinnvoll. Falls Zeichen eines Atemwegsinfekts auftreten, sind die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen (z.B. Kontakt zum Hausarzt oder zuständigen Stellen siehe "Hotlines" auf dieser Seite).

Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken.

Stand: 17.03.2020

Ist ein Corona-Test sinnvoll, wenn keine Krankheitszeichen vorliegen? 

Der Test ist nur dann sinnvoll, wenn Krankheitszeichen vorliegen. So kann die durchgeführt Ursache abgeklärt werden. Bei Gesunden sagt der Test nichts darüber aus, ob ein Erkrankungsrisiko besteht. Darüber hinaus würden solche Tests die begrenzten Testkapazitäten unnötig belasten.

Stand: 16.03.2020

Wann ist eine Laboruntersuchung nötig?

Vom RKI gibt es eine Falldefinition und ein Flussschema zu dieser Fragestellung. Die Dokumente bieten Hilfestellung und zeigen auf, bei welchen Patienten eine Laboruntersuchung durchgeführt werden sollte.

Grundsätzlich gilt: Laboruntersuchungen auf SARS-CoV-2 sind sinnvoll, wenn begründete COVID-19-Verdachtsfälle vorliegen, z.B. Krankheitszeichen haben und innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten und/oder sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet bzw. einem besonders betroffenen Gebiet in Deutschland aufgehalten haben.

Ein Test kann auch sinnvoll sein, wenn Krankheitszeichen vorliegen und die Person sich in den letzten 14 Tagen in einer Region aufgehalten hat, in der COVID-19-Fälle vorkommen, auch wenn dies keine / noch keine Risikogebiete/besonders betroffenen Gebiete sind.

Auch bei bei Patienten mit Hinweis auf eine virale Pneumonie ohne Alternativdiagnose sind Tests angeraten. 

Bei asymptomatischen Personen werden Tests nicht empfohlen.

Stand: 16.03.2020

Wie erfolgt der Nachweis einer SARS-CoV-2-Infektion mittels Labordiagnostik?

Das Robert-Koch-Institut informiert wie folgt:

"Für die Feststellung einer akuten Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist der direkte Erregernachweis ausschlaggebend. Das Virusgenom wird über hoch-sensitive, molekulare Testsysteme nachgewiesen (real-time PCR).  Die reine Testzeit beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Von Probenentnahme bis Ergebnismitteilung vergehen in der Regel 24 bis 48 Stunden.

In der frühen Phase sind Abstriche aus den oberen Atemwegen besonders als Probenmaterial geeignet (Rachenabstriche bzw. Nasopharyngealabstriche). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z. B. Sputumproben) zur Untersuchung genutzt werden. Weitere Informationen zur Testung finden Sie hier. Der Nachweis von SARS-CoV-2 im Stuhl kann u.U. auch noch längere Zeit nach Beginn der Symptome erfolgen, sagt aber allein nichts darüber aus, wie ansteckend ein Patient ist.

Zur Ergänzung der molekularen Diagnostik sollte bei schweren Krankheitsverläufen auch eine radiologische/bildgebende Diagnostik erfolgen.

Für Forschungszwecke spielt die Virusanzucht in Zellkultursystemen eine große Rolle. Sie setzt sowohl eine besondere Expertise als auch dafür ausgelegte Labore voraus (in Deutschland ein Labor der Sicherheitsstufe 3).

Ein Test auf SARS-CoV-2 spezifische Antikörper im Blut/Serum kann für epidemiologische Fragestellungen sinnvoll sein. Aktuell sind diese Tests noch in der Entwicklung bzw. Zulassungsphase, sie stehen noch nicht zur Verfügung. Unabhängig davon spielen sie für die Akutdiagnostik keine Rolle, da zwischen Beginn der Symptomatik und der Nachweisbarkeit spezifischer Antikörpern ca. 7 Tage vergehen (in Einzelfällen auch mehr)."

Stand: 11.03.2020

Quellen: Robert-Koch-Institut: www.rki.de, Deutsches Zentrum für Infektionsforschung: www.dzif.de

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