Rauchen ist der Haupt-Risikofaktor - Interview mit Chefarzt Dr. Peter Schott zum Welt-Herztag

20. Sep 2021

Am Sonntag ist Welt-Herztag. Wir haben uns mit Dr. Peter Schott, Chefarzt der Abteilung Kardiologie, Angiologie & Internistische Intensivmedizin, über das Thema Herz-Gesundheit unterhalten.

Warum ist es so wichtig für die Herz-Gesundheit, gesund zu leben? Sprich, sich gesund zu ernähren, zu bewegen und nicht zu rauchen. Was bewirkt das (Positives) im Herzen?
Dr. Peter Schott: Die Herzkranzgefäße versorgen unser Herz über das Blut mit Sauerstoff und Nährstoffen. Verringert sich ihr Durchmesser aufgrund einer Arterienverkalkung, können sie ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen. Es kommt zur koronaren Herzerkrankung. Oft wird auch der Begriff koronare Herzkrankheit (KHK) verwendet.
Es gibt Risikofaktoren, die wir nicht beeinflussen können. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer Arterienverkalkung. Außerdem treten in manchen Familien Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße gehäuft auf.
Es gibt jedoch eine ganze Reihe an Risikofaktoren, die wir selbst definieren. Sie können selbst viel tun, um das Risiko einer KHK und eines Herzinfarkts zu verringern. Das sind die wichtigsten beeinflussbaren Faktoren:
• Aufs Rauchen verzichten: Rauchen schadet erwiesenermaßen dem Herzen
• Auf den Blutdruck achten: Hoher Bluthochdruck erhöht die Gefahr, eine KHK zu entwickeln. Das Gefährliche daran: Anfangs verursacht hoher Blutdruck keine Beschwerden.
• Cholesterin im Blick behalten: Auch Cholesterin ist ein bekannter Risikofaktor für eine KHK.
• Diabetes mellitus vorbeugen: Die Zuckerkrankheit ist eines der wichtigsten Risikofaktoren für die Arteriosklerose.
• Bewegungsmangel entgegenwirken: Bewegungsmangel führt zu Übergewicht und damit zu Bluthochdruck, Diabetes und erhöhtem Cholesterin.
• Übergewicht vermeiden: Übergewicht zählt zu den gefährlichsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wenn ich diese Grundsätze missachte, was passiert dann? Welche Herz-Erkrankungen drohen? Wie können wir diese im Klinikum WM diagnostizieren & behandeln?
Wie o.g. KHK, akuter Herzinfarkt, Herzschwäche, Tod und Siechtum.
Alle Herzerkrankungen können im Klinikum Werra-Meißner diagnostiziert und behandelt werden.

Welche Symptome sollten auf jeden Fall mit einem Arzt abgeklärt werden?
Luftnot, Enge in der Brust bei Belastung, Wassereinlagerungen in den Beinen und Ohnmachtsepisoden.

In der Akut-Situation: Woran erkenne ich selbst oder ein Angehöriger, dass ein Herzinfarkt vorliegt und welche Hilfsmaßnahmen sind einzuleiten?
Sollte ohne Belastung länger als 15-20 Minuten heftige Brustschmerzen und/oder Luftnot bestehen, muss ein Notarzt gerufen werden.


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