Auszubildende des Klinikums leiten eine Station

25. Aug 2021

Die Pflege-Azubis des Klinikums Werra-Meißner leiten in dieser Woche unter Aufsicht die Geriatrischen Stationen in Eschwege und Witzenhausen. Das Projekt Schulstation soll den Auszubildenden kurz vor ihrem Abschluss einen Einblick in den Berufsalltag vermitteln.

„Für die angehenden Pflegekräfte ist die Schulstation eine sehr gute Möglichkeit, sich au ihre zukünftige verantwortungsvolle Tätigkeit vorzubereiten. Während dieser Zeit werden die Auszubildenden von Praxisanleitern und Pflegekräften begleitet, die die durchgeführten Arbeiten überprüfen. Denn die Versorgung und die Sicherheit der Patienten stehen natürlich an erster Stelle“, sagt Elke Hoffmeister, Praxiskoordinatorin am Institut für Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung (IfGK).
Schon im Vorfeld hieß es, alles gut zu planen. Die Auszubildenden erstellten Dienstpläne und Tätigkeitslisten mit Aufgaben, die während des Arbeitstages erledigt werden müssen. „Die 20 Azubis staunten nicht schlecht, was da alles zusammenkommt. Grundpflege, Vitalzeichenkontrolle, Medikamente und Infusionen vorbereiten und verabreichen, Verbände legen, Visiten begleiten, Angehörigengespräche und vieles mehr“, sagt Hoffmeister. Es dürfe nichts vergessen werden und alles müsse zur richtigen Uhrzeit erledigt werden.
Niklas Bellstedt, der unter den Azubis auf der Geriatrie-Station in Eschwege die Stationsleitung übernimmt, sagt zum Projekt: „Es ist ein guter Einblick in das, was uns in zwei Monaten nach der Ausbildung erwartet. Denn in der Ausbildung haben wir oft auf Anordnung gearbeitet. Jetzt müssen wir alles selbst planen. Das ist am Anfang schwierig, aber man wächst da rein. Es funktioniert schon von Tag zu Tag besser.“ Die Auszubildende Alexandra Grisafi fügt an, dass man schon eine Riesen-Verantwortung als Pflegekraft habe. „Deswegen ist es gut, dass wir uns daran probieren dürfen, aber auch, dass uns noch jemand über die Schulter guckt und gegebenenfalls Tipps gibt oder mithilft“, sagt sie.
Auf die Azubis warten nun nach den schriftlichen und praktischen Prüfungen im September noch die mündlichen Prüfungen. „Für uns ist es sehr hilfreich, Kompetenzen wie das Managen der Station und die Gliederung der Prozesse in einer Schicht durch die Schulstation schon jetzt kennenzulernen“, erzählt Niklas Bellstedt. Dementsprechend werden auch täglich Evaluationen nach einer Schicht durchgeführt, um zu eruieren, was gut geklappt hat und wo es noch Optimierungsbedarf gibt.
Praxiskoordinatorin Elke Hoffmeister bedankt sich an dieser Stellt vor allem bei Geriatrie-Chefarzt Dr. Uwe Streckenbach sowie den Stationsleiterinnen Andrea Bloß (Eschwege) und Fotini Schwarz (Witzenhausen), die das Projekt tatkräftig unterstützen. Ebenso tatkräftig mit an fassen die Praxisanleiterinnen Helga Isecke und Manuela Stüber. „Auch in Zukunft ist das Projekt Schulstation ein wichtiger Meilenstein in der dreijährigen Pflegeausbildung“, so Hoffmeister.

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