Mit Kran & Co.: Die Vorbereitungen für die OP-Trakt-Baustelle am Krankenhaus Eschwege laufen

24. Aug 2016

Ein riesiger Autokran, der einen ebenso riesigen Sauerstofftank durch die Luft schwenkt, dazu hoch konzentrierte Gesichter am Boden und darüber ein stahlblauer Himmel. Beste Voraussetzungen waren es also für die ersten Vorläufer der größeren Umbauten, die am Klinikum Werra-Meißner in Eschwege anstehen.

Der Grund: Ein eingeschossiger Gebäudetrakt, der das Hauptgebäude des Eschweger Krankenhauses mit dem Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie (ZPP) verbindet, soll zurückgebaut werden. An dieser Stelle wird ein neuer, hochmoderner   OP-Trakt entstehen. Doch bevor es soweit ist, muss noch einiges aus dem Weg geräumt werden. Angefangen bei den Sauerstoff- und Soletanks. Und der Mann, der über das alles wacht, ist Reiner Meister, Technischer Leiter des Klinikums Werra-Meißner. „Die beiden Tanks standen genau im Baufeld, am Gebäude der Wäscherei. Das ging so nicht“, sagt er.

Deshalb hatte sein Team zuvor schon einen Teil des Firmenparkplatzes mit Schutzzäunen eingefasst und den Untergrund frisch betoniert. Wo sonst drei Fahrzeuge parken konnten, stehen jetzt nämlich ein 30.000 Liter-Fass mit Sole, die für die Wasserenthärtung im gesamten Krankenhaus genutzt wird, und ein noch wesentlich größerer Sauerstofftank. Am Tag des Umbaus lief die Sauerstoffversorgung des Krankenhauses auf Notversorgung. Schließlich ist das Klinikum auf alle Eventualitäten eingestellt. Und schon etwa zwei Stunden nachdem der Autokran den Sauerstofftank an die richtige Stelle balancierte und mit einem dumpfen Geräusch absetzte, waren Mitarbeiter des Sauerstofflieferanten zur Stelle, um den Tank wieder aufzufüllen. „Die gesamte Sauerstoffversorgung des Krankenhauses läuft über den flüssigen Sauerstoff aus diesem Tank“, sagte Meister. Doch das Umsetzen lief ohne große Komplikationen ab, sodass von der Notversorgung wieder auf die normale Versorgung umgestellt werden konnte.

So geht es die nächsten Wochen weiter

  Aber dieser Akt war erst der Anfang. „Auch die Hauptgasleitung muss noch umgelegt werden, bevor es richtig losgehen kann“, sagt Reiner Meister. Außerdem werden Container über Container anrücken, um ausrangierte Möbel und Gerätschaften abzutransportieren. „Das Gebäude, was zurückgebaut werden soll, dient momentan als Umschlagplatz und Lager. Da haben wir noch einiges auszuräumen“, sagt Meister. Die Dinge, die weiterverwendet und nicht aussortiert werden sollen, werden künftig in einer unterirdischen Garage unter dem Firmenparkplatz gelagert, berichtet der Technische Leiter abschließend.

Action auf dem Firmenparkplatz des Klinikums: Der Autokran balancierte den Sauerstofftank vorsichtig an den neuen Standort. Foto: Strecker
In luftiger Höhe: Die richtige Platzierung der beiden Tanks auf dem Firmenparkplatzgelände des Klinikums erforderte Fingerspitzengefühl. Foto: Strecker
Im Gegenlicht: Experten arbeiten hoch konzentriert. Foto: Strecker
Montagearbeit: Die Feinjustierung wurde am Boden per Hand unterstützt. Foto: Strecker
Sauerstoffbefüllung des Tanks: Ein Mitarbeiter des Sauerstofflieferanten behielt die ganze Zeit alles im Blick. Foto: Strecker
Sauerstoffbefüllung: Ein Hauch von Halloween. Foto: Strecker
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