Open Flair: Klinikmitarbeiter hatten alle Hände voll zu tun

15. Aug 2016

Die Eschweger lieben ihr Festival. Doch wo so richtig gefeiert wird, passieren auch schonmal Unfälle. Das haben die Mitarbeiter in der Eschweger Notaufnahme sehr deutlich gemerkt.

„Ja, wenn Open Flair ist, ist hier immer eine Menge los“, sagt Kerstin Werner, die während des Festivals zwischenzeitlich Dienst an der Anmeldung des Eschweger Krankenhauses hatte. „Ist doch klar, wenn einer kommt, der etwas hat, dann kommen noch fünf seiner Freunde mit“, fügt sie hinzu.   Bei den Verletzungen, die während des Wochenendes behandelt wurden, ging es hauptsächlich um Diagnosen aus dem chirurgischen Bereich wie Prellungen und Frakturen. Genauer: von insgesamt 183 Notfällen, die zwischen Dienstag, 9.8., und Sonntag, 14.8., in der Notaufnahme gelandet sind, waren 86 Patienten Festivalbesucher. Besonders viele kamen am Freitag (24) und am Samstag (18) ins Krankenhaus.  

  Wegen übermäßigem Alkohol- oder Drogenkonsum kamen verhältnismäßig wenige Patienten in die Notaufnahme. Im Schnitt waren es 5 Festivalbesucher pro Abend. „Natürlich haben vor allem die Kollegen in der Spät- und Nachtschicht mit den Patienten vom Open Flair zu tun gehabt. Die waren aber auch recht friedlich und haben auch längere Wartezeiten in Kauf genommen. Bei uns geht es nach der Dringlichkeit der Beschwerden“, sagt Jasmin Sirin, Abteilungsleiterin Interdisziplinäre Notaufnahme am Klinikum Werra-Meißner in Eschwege.  

Nachts wurde die Mannschaft vorsorglich verdoppelt. „Am Wochenende waren wir permanent zu zweit. Das schafft eine Schwester alleine gar nicht. Für das kommende Jahr haben wir uns vorgenommen, das schon ab Dienstag so zu machen, denn die Kollegen, die in Bereitschaft waren, wurden sowieso während der Festivalzeit im Laufe des Abends alarmiert. Die werden nächstes Jahr von Anfang an mit eingeplant“, sagt Sirin.  

Weil so viel los war, wurden auch einige Patienten vom Open Flair ins Witzenhäuser Krankenhaus verlegt. „In der Nacht von Donnerstag auf Freitag waren es vier und in der Nacht von Freitag auf Samstag drei Patienten. Eine Patientin war geschubst worden und kam mit einer Gehirnerschütterung, ein anderer wegen einer Alkoholvergiftung“, fasst Birgit Rothmeyer von der Abteilung Interdisziplinäre Notaufnahme des Krankenhauses Witzenhausen zusammen.  

Vor allem in der Notfallambulanz war während des Open Flair ab nachmittags jede Menge los.  Foto: Klinikum Werra-Meißner
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